| Englische Version |
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 03.12.2004
Mit nordischem Quelltext über die Nibelungen:
 

Die Nibelungensage – Kern der Wahrheit in der Svava
 

von Rolf Badenhausen

Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung vom neuzeitlich-kritischen Forschungsstand über den Sagenkomplex der Nibelungen bis ca. 1995. Wegen erheblicher Kürzungen, so zu Autoren wie A. Schröfl, E. Rückert, E.F. Jung und Anderen, wird hier das faktische Forschungs- und Publikationsvolumen jedoch keineswegs ausgeschöpft.
Zur Leipziger Buchmesse 2005 wird nunmehr in vierstelliger Startauflage ein neues umfangreiches Werk auf dem Buchmarkt erscheinen, das sich mit aktueller Antwortfindung auf brennende Fragen aus der altgermanistischen und kritischen neuen Nibelungenforschung befassen wird.
[Zu Ritter-Schaumburg: Wo irrt er, was übersieht er? Warum verschweigt er Aloys Schröfl?]
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[Weitere Informationen über das Buch in Bearbeitung.]
Die Nibelungen - Dichtung und Wahrheit
Copyright © Rolf Badenhausen, 2004.
»Diese Saga ist eine der größten Sagas, 
die in deutscher Sprache verfasst wurden...
[...aus aktuellem Anlass zu der jüngst zum Erbarmen zusammengeschusterten Verfilmung:
Liebe Leute von SAT1,
Tandemcom Producer,  kunterbunte Quellstoffmixer*:]
[*Selbst die von den Filmmachern angeführten nordischen Adaptionselemente aus der Völsungensage sind nicht einmal glaubhaft zu vertreten – so berichten die unverfälschten Quellstränge dieser Überlieferung ja u.a. unmissverständlich von einer Drachenmaskerade des Bruders von Sigfrids Ziehvater...(s. weiter unten)!]

Hier kann man nun hören die Erzählungen deutscher Männer, wie diese Begebenheiten vor sich gegangen sind, und zwar von etlichen, die in Soest geboren sind, wo diese Ereignisse sich zugetragen haben, und die manchen Tag die Stätten noch unzerstört gesehen haben, wo diese Begebnisse sich ereigneten: wo Hagen fiel oder Irung erschlagen ward, oder den Schlangenturm, in dem König Gunter den Tod fand, und den Garten, der noch Niflungengarten genannt wird. Und es steht alles noch auf dieselbe Weise, wie es damals war, als die Niflungen erschlagen wurden; auch die Tore: das östliche Tor, wo zuerst der Kampf sich erhob, und das westliche Tor, das Hagens Tor genannt wird, das die Niflungen in den Garten brachen; das wird noch alles auf dieselbe Weise benannt, wie es damals geschah. Auch solche Männer haben uns davon gesagt, die in Bremen und Münsterburg geboren sind. Keiner wusste mit Gewissheit vom Andern, doch sagten Alle auf dieselbe Weise davon. Auch entspricht das meist dem, was alte Lieder in deutscher Zunge sagen, welche weise Männer gedichtet haben über die großen Begebenheiten, die sich in diesem Lande zutrugen.«

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Thidrekssaga, Membranenstrang A.

Die Sage (Zusammenfassung)
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Der Quelltext über die Nibelungen 
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Über dieses wohl bekannteste abendländische Heldenepos berichtet seit mehr als einem Jahrtausend eine nicht geringe Zahl von Kodizes. Heerscharen von anerkannten und selbsternannten Nibelungenexperten haben sich fast ebenso lange um den Kern der Wahrheit jener Erzählungen bemüht. Sie mussten jedoch bald feststellen, dass sie mit der nicht einfachen Entwirrung von ’Dichtung über Dichtung’ zu tun hatten.

Gleichwohl haben zwei Forscher mit ihren herausragenden Forschungsresultaten zur Entflechtung der Sage beigetragen: 

Studienprofessor Aloys Schröfl hat zu Beginn der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts mit seinem Buch Und dennoch – die Nibelungenfrage gelöst schlüssig dargelegt, dass Teil I der klassischen Fassung (Sigfrids Leben und Tod) und Teil II (Der Nibelungen Not, also Grimhilds Rache und Untergang der Nibelungen im "Hunnenland") vom Urwerk her nicht ohne Weiteres zueinander passen können: Vielmehr basiert nach Schröfls schlagenden Indizienbeweisen insbesondere der zweite Teil des Liedes auf ein vom Passauer Bischof Piligrim von Aribon initiiertes Dichtwerk für den ungarischen Hof. Es sollte – sozusagen als blattstarker politischer Flyer nach gegenwärtigem Verständnis – im Gesamtwerk einzig dazu dienen, die Christianisierung und damit seinen Machtzuwachs auf jenes südosteuropäische Gebiet auszudehnen! 

Der erste Teil des Nibelungenliedes war aber grundsätzlich nicht Schröfls Forschungsthema.

Der 1994 verstorbene Germanist und Naturwissenschaftler Heinz Ritter aus Schaumburg an der Weser ist mit seinen beeindruckenden Veröffentlichungen und Vorträgen wohl in den Sagenkern gedrungen. Nach jahrzehntelangem Studium und sorgfältigen Analysen von unterschiedlichem Urschriftmaterial gelangte er zu verschiedenen nordischen Schriftfassungen der sogenannten Didrikschronik oder Thidrekssaga, die jedoch nicht von Theoderich d. Großen von Ravenna handelt, sondern biografische Schilderungen über jenen gleichnamigen rheinfränkischen König aus der Völkerwanderungszeit abliefert. Zu diesen Kodizes zählen zum einen die in der Königlichen Bibliothek zu Stockholm aufbewahrte Membrane und zum anderen die sogenannte Svava (Wörtschöpfung Ritter-Schaumburg). Diese Altschwedische Überlieferung oder Didrik-Chronik berichtet – wie auch die etwas umwundener erzählende Membrane oder 'Thidrekssaga' – in ihren noch erhaltenen Abschriften auffallend sachlicher und weniger ausschmückend im Vergleich zu allen anderen Überlieferungen aus dem (Hoch-)Mittelalter. Ihre verschollene Urfassung soll, wie Ritter- Schaumburg auch in seinem 1992 erschienenen Buch Sigfrid ohne Tarnkappe argumentiert, bereits vor oder in der Zeit Karl d. Großen, der in seinen Großvorhaben auch Lieder und Sagen aufschreiben ließ, vorgelegen haben. 

Die sogenannten historischen Nibelungen werden diesen Chroniken zugeordnet. 

Die vorzitierte Buchveröffentlichung (welche jedoch nicht Grimhilds Rache und den Nibelungenuntergang behandelt) besticht besonders durch die topografischen Zuordnungen der Ereignisse über Sigfrids Leben und Sterben. 
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Ritter-Schaumburg hat unter Berücksichtigung zeitgenössisch sinnvoller Rahmenbedingungen vor allem die geografische und ethnische Terminologie der Thidrekssaga zuverlässig entschlüsselt. Bereits im Jahr 1959 hatte William J. Pfaff sein Buch über das gleiche Thema vorgestellt: The geographical and ethnic names in the Didrik Saga - A study in Germanic heroic Legend. Allerdings gelang diesem Autor nicht die Aufklärung so wichtiger Ortsbegriffe wie 'Bern' oder 'Drachenfels'. Der wirkliche geografische Operationsraum dieser Überlieferung erstreckt sich nach Ritter-Schaumburg vielmehr diagonal von Südschweden und Jütland bis zur Mosel sowie von Belgien bis zum Baltikum mit Teilen von Russland! 

Zur geschichtswissenschaftlichen Auswertung der Thidrekssaga ist diese Übersetzung von Ritter-Schaumburg allen anderen Fassungen vorzuziehen.
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Die Svava und die Nibelungen, wie der deutsche Buchautor in seinem 1981 herausgegebenen Buch Die Nibelungen zogen nordwärts ausführlich darlegt und schlussfolgert, haben wesentlich andere Handlungsrahmen und Ortsbezüge als die traditionelle Nibelungenüberlieferung nach dem Nibelungenlied. Herkunftsort und Namensgebung der Nibelungen beziehen sich nach den Erkenntnissen von Ritter-Schaumburg auf die Voreifel: Die dieses Gebiet in nordöstliche Richtung durchkreuzende Neffel entspringt in der Nähe von Zülpich. 
Zülpich: Weihertor (Verfasserfoto).
Ritter-Schaumburg und Walter Böckmann unterstellen den Nibelungensitz zu Vernica an der alten Königs- und Heeresstraßenabkürzung von Köln nach Trier. 

Die Nibelungen Herkunft

Diese bringt der Philologe Henri Grègoire mit dem belgischen Ort Nivelle (Burg und Stadt) in Verbindung, denn in dortigen Chroniken taucht z.B. Nivellung in der Beinamengebung an die Pippiniden auf, so wie man auch auf jenen Nibelunc in der Namensgebung für einen Pippiniden des 8. Jahrhunderts trifft, den Karl der Große nicht ohne Stolz seinen Oheim genannt haben soll. Grègoire bestätigt grundsätzlich die historiografischen Entdeckungen über den Nibelungenursprung von Emil Rückert aus dem Jahr 1836. (Titel seiner Veröffentlichung: Oberon von Mons und die Pipine von Nivella – Untersuchungen über den Ursprung der Nibelungensage.)

Ritter-Schaumburg hat den Nibelungensitz von König Gunters Familie ca. 120 km weiter östlich erkannt, und zwar bei der Stadt Zülpich. In ihrem Umland gibt es eine hervorstechende Zahl von Orten, deren Namen anhand der Originaltextaussagen jener nordischen Überlieferungen nachdenklich stimmen müssen. So beispielsweise Juntersdorf, das frühere Guntirsdorp. Der Vater von Gunters Halbbruder Hagen wird urschriftlich als 'Elff' oder 'Albe' bezeichnet – hierbei drängt sich das nur wenige Kilometer entfernte Elvenich auf, das früher als Albinacum und Albihenae bezeugt wurde. Der Autor H. van der Broeck rechnet in seiner Veröffentlichung 2000 Jahre Zülpich (Kölnische Verlagsdruckerei 1968) diesen Ort einer keltischen Kultstätte zu, zumal die für diese Region typischen (n)ich- Endungen auf römisch-keltischen Spracheinfluss hinweisen. Und schließlich findet man hier auch die Orte Virnich (jetzt zu Schwerfen) und Virmenich, jetzt Firmenich, die an Quelltextbezeichnungen wie Vernica, Verniza, Verminza für den Nibelungensitz erinnern, wobei die spätere Wandlung von "z" oder "c" auf "ch" hinsichtlich strenger orthografischer Maßstäbe hier auch für andere Ortsnamen nachgewiesen werden kann. 

Es gibt noch einen anderen signifikanten Beleg, der den Zülpicher Raum als Herkunftsregion der historischen Nibelungen untermauert; nämlich der quelltextliche Hinweis, dass gerade hellster Vollmond ist, als das Volk den Rhein auf seinem schicksalhaften Zug nach Grimhild und dem Sachsenkönig Attala erreicht hat. Weil in der Spätantike wie auch noch im Mittelalter der Beginn wichtiger Unternehmungen üblicherweise auf Vollmond gelegt wurde, konnten die von der kritischen Sagenforschung spezifizierten Nibelungen 'mit blanken Brünnen unter ihren Röcken' also nicht mehr als eine solche Distanz bis zum Rheinfährenort zurückgelegt haben! 

Die nach Ritter-Schaumburgs Zeit- und Ortsstellung zu den fränkischen Völkern zählenden Nibelungen treten um die Wende des ersten halben Jahrtausendes auf, wo beispielsweise Gregor von Tours "Sigibert den Lahmen" als Ripuarierkönig zu Köln erwähnt und wie dieser schließlich vom Frankenkönig Chlodwig beseitigt wird. 

Zur Erforschung der Frühgeschichte der Pippiniden wären auch nach Reinhard Schmoeckels Veröffentlichung Deutsche Sagenhelden und die historische Wirklichkeit weitere interessante Indizien aus der Dietrich-Chronik zu berücksichtigten: 
  

1. Die später auftretenden Pippiniden verfügen in der Tat über bemerkenswerte Besitztümer im Zülpicher Raum: Beispielsweise wurde eine ehemalige Kirche zu Juntersdorf (Guntirsdorp) einer Gertrud von Nivelles als Patronin der Pippiniden gewidmet.

2. Hagens Sohn Aldrian, nach Svava und Membrane der einzige bekannte lang lebende Nachfahre der bei König Attala unter-
gegangenen Nibelungen, wird als Nachfolger von deren Reich erwähnt. Reinhard Schmoeckel stellt hierzu fest, dass Aldrian als Vorfahre der Pippiniden somit ernsthaft in Erwägung zu ziehen ist. 

3. Der Verlauf der Ostgrenze des Nibelungenreiches wird nicht überliefert. Nichtsdestoweniger ist Sigfrid, Aldrians erschlagener Onkel, als Erbe von mütterlicherseitigem Familienbesitz auf heute belgischem Gebiet zu berücksichtigen. 


 
Ausblick von der Neffel in Juntersdorf.
Virnich.
Bildquelle Fotos
: Verfasser.
Burg Irnich bei Virnich.
Burg Virmenich.

Die Svava zitiert den Aufbruch der Nibelungen zu ihrem letzten Ausmarsch so: 

...So ritten sie zum Rhein, wo Duna und Rhein zusammen kommen...

Unter Duna soll nun keineswegs die Donau verstanden werden (die ohnehin nicht in den Rhein fließt) sondern die Dhünn, die bis 1830/1840 als Dune bei Leverkusen in den Rhein mündete und auch als Duone 1117 urkundlich genannt wird. Ihr heute weiter stromabwärts zu findender Mündungsbereich wurde vom Buchautor als seinerzeit strategisch wichtiger Übergangspunkt belegt. 

Reinhard Schmoeckel unterzieht in seiner oben zitierten Veröffentlichung Ritter-Schaumburgs Erkenntnisse einer sorgfältigen Historizitätsbetrachtung. Sein Fazit: Die Sagenberichte von Dietrich von Bern und den Nibelungen widersprechen nicht nur keineswegs den historischen Fakten, sondern ergänzen sie zu einem plausiblen, aber bis jetzt nicht bewussten frühmittelalterlichen Geschichtsbild von Mitteleuropa und Skandinavien! 

Die zu revidierende altgeschichtliche Betrachtung der Nibelungen teilen im Großen und Ganzen auch der Schriftsteller und Dokumentarfilmer Walter Böckmann mit Der Nibelungen Tod in Soest – Neue Erkenntnisse zur historischen Wahrheit sowie der Historiker Ernst F. Jung mit seiner analytischen Nachbetrachtung wie auch Beisteuerung weiterer wichtiger Erkenntnisse in Der Nibelungen Zug durchs Bergische Land. Bereits 1961 fand die Literaturwissenschaftlerin Prof. Roswitha Wisniewski ernstzunehmende Anhaltspunkte, dass in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine umfassende Sammlung von Erzählungen über den rheinfränkischen König Dietrich von Bern vom Wedinghausener Kloster bei Arnsberg in Westfalen nach Skandinavien gebracht und dort von diesen Kopien in Form der Thidrik Kodizes hergestellt wurden, wie die Autorin in ihrer Veröffentlichung Die Darstellung des Niflungenuntergangs in der Thidreksage darlegt. 
 

Soest von Merian.

Die Svava über Sigfrid und die Nibelungen

Unter "Svava" ist, wie aus zeitgenössischen Chroniken und kartografischen Überlieferungen hervorgeht, das den nordöstlichen Harz mit einschließende Gebiet zu verstehen. Für die in der folgenden Synopsis angegebenen Fußnoten muss das Lesen dieser kurz gehaltenen Zusammenfassung vom Quelltext nicht unbedingt unterbrochen werden. Die Fußnoten werden im Abschnitt Fragen und Erkenntnisse besprochen. 


Sigfrids Vater Sigmund ist König von Tarlunga, einem Gebiet, in dessen ungefährer Mitte sich heute Wolfsburg befindet. 

Sigmund heiratet Sissibe, Tochter von König Nidung vom Haspengau, dem heutigen Hesbaye zwischen Namur und Maastricht. Der Tarlunga-Herrscher erhält als Mitgift das halbe Reich von Nidung. Sissibe wird nur kurze Zeit später Opfer einer Machtintrige der Grafen Hartwin und Herwin, die der in den Krieg ziehende Sigmund als seine Stellvertreter ernannt hat. Hartwin will sich Tarlunga mit Sissibe einverleiben, die sich jedoch beharrlich weigert. Die Grafen täuschen ihren zurückkehrenden König die Untreue seiner Gemahlin vor und setzen, nachdem er in tiefer Betroffenheit seine Zustimmung gab, Sissibe an einem Fluss im Harzwald aus, wo sie Sigmunds Sohn zu Welt bringt. Hartwin will dort Sissibe durch Herausschneiden ihrer Zunge für immer zum Schweigen bringen. Herwin kann dies zwar durch die Enthauptung seines Komplizen vereiteln, doch während ihres Kampfes wurde das in einem Glasgefäß gebettete Kind von Hartwins Fuß in den Fluss gestoßen und fortgespült. Sissibe, durch die Vorereignisse bereits mental und körperlich geschwächt, erleidet hierdurch einen Schock und stirbt. 

Die Erzählung fährt fort, dass das Kind von einer Hirschkuh gefunden und über ein Jahr gesäugt worden sei, wodurch es die Größe und Stärke eines vierjährigen Kindes gewonnen haben soll. 

Der kinderlose Schmied Mime2 findet das Kind beim Köhlern im Wald, zieht es auf und lässt ihm den Namen Sigfrid (’Sigord’) geben. 

Das aufbrausende Wesen des jungen Sigfrid mag wohl auf Frustration durch den 'goldenen Käfig' herrühren, den sein Adoptivvater für ihn geschaffen hat: so reagiert sich sein Zögling in der Schmiede durch Zusammenschlagen von Mimes Vorarbeiter Ekki ab. Der enttäuschte Schmied muss aber auch kennen, dass aus seinem auffallend kräftigen Ziehsohn wohl niemals ein guter Schmied werden wird. Außerdem scheint Mimes beste Kundin, seine königliche wie jungfräuliche Nachbarin Brünhild (urschriftlich 'Brynilla'), Sigfrids Aufmerksamkeit zu erregen. Mime muss letztlich einsehen, dass er Sigfrid nicht länger halten kann, will ihn aber lieber tot als verloren sehen. Der verschlagene Schmied schickt ihn deswegen zum Köhlern in die Gegend von Regen3, der sowohl sein Bruder als auch ein menschentötender Lindwurm sein soll. 

Sigfrid trifft Regen im Wald und tötet ihn. Er gibt (damit) an, dass ihm Regens blutiger Drachensud4 nicht nur eine unverwundbare Hornhaut machen, sondern auch seinen Sinn für das Verstehen der Vogelsprache schärfen konnte.

Sigfrid bringt das sonderbare Haupt von Regen zu Mime und befiehlt ihm, es abzunagen. Mime fürchtet sehr um die Rache Sigfrids. Er schenkt ihm deswegen seine für einen König geschmiedete prächtige Rüstung, sein bestes Schwert Gram und verspricht ihm noch den Hengst Grane aus dem Gestüt der Königin und Jungfrau Brünhild.

Sigfrid lässt sich von Mime die Rüstung anlegen und das Schwert überreichen, mit dem er gleich darauf seinen Pflegevater erschlägt. 

Danach dringt er in Brünhilds Schloss ein, um sich den Hengst zu holen5. Nachdem er sieben ihrer Torwächter tötete und sich sodann mit ihren Rittern und Knappen herum rauft, gebietet die vom Eindringling dennoch beeindruckte Schlossherrin Einhalt. Sie lässt nach dem Hengst schicken und erklärt Sigfrid seine wahre Herkunft. 

Sigfrid zieht mit Grane nach Bertanga (Bardengau), dem heutigen westlichen Elbegebiet zwischen Hamburg und Wittingen, um dort König Isung zu dienen. Dieser erlaubt Sigfrid, sein eigenes Schildbanner zu tragen, das einen Drachen (halb in rot und halb in braun) auf rotem Grund führt. 

Dietrich, König von Bern6, hört von Sigfrids Kampfkraft und Heldentaten und ist fest entschlossen, sich mit ihm zu messen. Zu 'Didriks' zwölf Gefolgsmännern nach Bertanga zählen auch Gunter, König der 'Nyfflinge/Niflungen' und sein Bruder Gernholt, beide leibliche Söhne von König Aldrian, sowie ihr Halbbruder Hagen7. König Dietrich folgt auch Heim der Großmütige bzw. der Grimmige. Das blaue Schild dieses Verwandten von Brünhild zeigt einen Hengst. Unter Dietrichs Kämpfern befinden sich auch Hornboge-Jarl und sein Sohn Amlung. Mit ihnen wähnt sich Sigfrid in verwandtschaftlichem Verhältnis. Wideke, Sohn von Weiland bzw. Weland, besitzt das legendäre (weil seinerzeit härteste) Schwert Mimung. Sigfrids ungestümes Temperament hatte den nach der Dietrichsage ebenfalls bei Mime lernenden Weland, der Schmied des Mimung, in die Flucht getrieben.

Dietrich kampiert in Sichtweite vor Isungs Schloss8. Als schlichter Reiter verkleidet kundschaftet Sigfrid die Ankömmlinge aus und fordert für seinen König eine angemessene Schatzung. Er erhält nach Auslosung durch Würfeln Ross und Schild von Amlung. Dieser reitet jedoch kurze Zeit später mit Widekes Schimmel dem kecken heimischen Kundschafter nach, um sich sein Pferd um jeden Preis zurück zu holen. Amlung wird aber von Sigfrid besiegt als sich beide im Wald begegnen. Weil Sigfrid Amlungs Vater als guten Verwandten in Erinnerung hat, gibt er sich zu erkennen und das Pferd zurück. Auch Wideke hatte Sigfrid erkannt. Beide verraten ihn aber nicht an den Rheinfränkischen König. 

König Isung stimmt einem Turnierkampf mit seinen elf Söhnen und Sigfrid zu. An den beiden ersten Wettkampftagen kann König Dietrich mit seinem Schwert Ekkisax seinen Gegner Sigfrid nicht besiegen. Deswegen verlangt er von Wideke den Mimung. Den Gebrauch dieses Schwertes schwört der König vor Sigfrid zu Beginn des darauffolgenden Tages zwar ab, benutzt es aber dennoch. 

Nachdem er Sigfrid fünf Wunden mit Mimung beigebracht hat, erkennt der Angeschlagene auf arglistige Täuschung und gibt auf. Dem Eidbruch von Dietrich zum Trotz tritt Sigfrid auf freiem Wunsch nun in den Dienst des Rheinfränkischen Herrschers. 

Sigfrid heiratet auf Fürsprache von König Dietrich Grimhild (urschriftlich 'Crimilla') und erhält, wie von ihm versprochen, das halbe Nibelungenreich9

Der Jungvermählte bietet sich als Brautwerber für eine Verbindung zwischen König Gunter und Brünhild an. Diese Vermittlung ist insoweit eine delikate Angelegenheit, als Sigfrid bereits vor seiner Heirat Brünhild die Treue schwur und sie ihn nun wissen lässt, was sein Bruch des Liebesschwurs für sie bedeutet! 

Die königliche Heirat von Gunter und Jungfrau Brünhild kommt zustande. Allerdings verweigert sie sich in allen Nächten stets erfolgreich. Sigfrid vertraut hierzu seinem Schwager an, dass Brünhilds körperliche Überlegenheit sicher nach ihrer ersten Berührung gebrochen wäre. 

Wie auch das Nibelungenlied nacherzählt, überlässt hierzu Gunter in enger familiärer Verbundenheit mit seinem Schwager eben diesem das Weitere. Allerdings wird Brünhild sich Sigfrid keineswegs verweigern! 

Später entdeckt Grimhild Sigfrids Trophäe von dieser Liebesnacht: Brünhilds Ring. Der hierdurch hervorgerufene Streit und abgrundtiefe Hass zwischen beiden Frauen findet in Sigfrids Erschlagung durch Hagens Speer jenes vorläufige tragische Ende, an dem Grimhild ihre verheerende Rache anknüpfen wird. 

Sie heiratet den aus Friesland stammenden Sachsenkönig Attala, auch Atli bzw. 'Atilius' nach der Svava, und lockt nach sieben Jahren ihre Brüder zur Burgresidenz ihres Gemahls. Diese ist das westfälische Soest, das damalige Zentrum des Hünenlands, Hunalands bzw. Hymaland nach dem Quelltext.

Bis auf Hagen, der Grimhilds heimtückische List erahnt, sind alle Nibelungen über die Einladung ihrer Schwester aus dem angeblich führungsschwachen Land von König Attala hocherfreut und ziehen wohlbewaffnet mit 1000 Mann aus. Sie gelangen bei ihrem Ritt an eine Stelle, wo Duna und Rhein zusammen kommen. Dort, an einem nahe gelegenen Rheingewässer, trifft Hagen zwei Wahrsagerinnen, Mutter und Tochter. Er erschlägt diese nach einem trivialen Streit über ihre düstere Weissagung über das Schicksal der Nibelungen, wie auch kurz darauf den Fährmann bei der Rheinüberquerung an der Dunamündung. Von dort ziehen die Nibelungen in einem halben Tagesritt zunächst nach Burg Bakalar von Markgraf Rodinger (im Bergisch Gladbacher Raum) und dann weiter der Duna folgend an Burg Thorta (Dortmund) vorbei nach Susa bzw. in urschriftlich seltener Schreibweise Susat: das westfälische Soest. Dort – auf und bei König Attalas Burg – werden sie in harten Kämpfen gegen den Gastgeber ihr Ende finden. 

Beim Gastmahl gewinnt Grimhild ihren gemeinsamen jungen Sohn Aldrian für eine Mutprobe mit Hagen, an dem er einen kräftigen Kinnschlag probiert. Der gereizte Nibelunge versteht diesen Spaß jedoch überhaupt nicht und enthauptet wutentbrannt sowohl den Jungen als auch seinen Erzieher. Hierauf folgt unmittelbar Attalas Aufruf, alle Nibelungen zu erschlagen. 

Gunter muss sich bereits am ersten Kampftag den Männern von Herzog Osid, ein Neffe von Attala, ergeben und wird in den Schlangenturm10 geworfen, worin er wenig später stirbt. Grimhild tötet ihren ohnehin letal verwundeten Bruder Gislher (urschriftlich 'Gyntar'!), indem sie einen brennenden Scheit in seine Kehle stößt. So hat sie zuvor auch mit ihrem Bruder Gernholt verfahren, obwohl dieser von Didriks Gefolgsmann Hildebrand ('Hillebrand') längst getötet worden war. 

Nachdem etwa 4000 Kämpfer aus dem Hunaland gefallen sind, wird Grimhild auf Attalas Bitten durch Dietrich erschlagen. Ihm hatte sich der bereits wegen schweren Verwundungen zum Sterben bestimmte Hagen ergeben, zeugt aber unter Dietrichs Fürsorge noch in der Nacht vor seinem Tod einen Sohn mit Ritter Irungs Tochter, seiner Pflegerin. Irung war ein ergebener Freund von Grimhild und hatte Hagen seine wohl schlimmste Verwundung beigebracht, bevor er selbst von dem Nibelungen getötet wurde. Hagen übergibt den Schlüssel zu Sigfrids Schatzkammer der zukünftigen Mutter des ebenfalls Aldrian genannten Kindes. 

Noch in jungen Jahren, mit etwa 12, lockt Hagens Sohn seinen nicht mehr jungen Ziehvater König Attala zu diesem Nibelungenhort und schließt ihn darin für immer ein. Dann meldet Aldrian Brünhild seine Rache der Nibelungen, wird von ihr großzügig belohnt und wenig später ein guter König.

Der geheim gehaltene Nibelungenhort11 soll seitdem nie mehr betreten worden sein. 

Soweit das Wesentliche der Niflungensaga aus der Svava12

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Fußnoten – Fragen & Erkenntnisse
Nordharz-Karte von 1968

1  Sigfrid

Auf älteren Karten vom Nordharz findet man noch die Wüstung Siewershausen (siehe X- Markierung auf der oben angegebenen Karte), die laut alten Archivkarten ursprünglich Sigefrideshuson hieß – der Geburts-, Fund- oder Gedenkort von Sigfrid? Mit Sicherheit hätte sich Kunde vom Hof König Sigmunds über den vermissten Königssohn rasch verbreiten müssen. Wählte daher Sigfrids abgefeimter Pflegevater, der Schmied Mime, zum Gedenken an den wahren Vater einen ähnlich klingenden Namen für sein Findelkind? 
 
Wüstung Siewershausen mit Blick nach SO.
Bildquelle beider Fotos: Verfasser.
Minsleben – "Mynnersleben" an
der Holtemme, mit Blick nach S.

Sigfrids Körpergröße

Mime hat gerade eine königliche Rüstung fertig geschmiedet, legt diese Sigfrid an – und sie passt! Immerhin steht ihm diese so gut, dass er sie für seinen Marsch zu Brunhilds Burg gleich anbehält, wo er – bei unterstelltem Knabenalter – wohl kaum sieben Torwächter erschlagen und sich noch mit Rittern und Knappen der Königin anlegen konnte! 
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sowohl der königliche Auftraggeber als auch Sigfrid nun ausgerechnet die gleiche Größe eines wahrhaftigen Riesen besitzen? 
Die enorm beeindruckende Größenbeschreibung von Sigfrid, die Meister Brand in der offenbar feuchtfröhlichen Runde von König Didrik's Mannen abgibt, 'Gastmahl' (Sv 177, 178), dürfte wohl eher jugendlicher Protzerei von sich weit überschätzenden Prahlhänsen entspringen: Tatsächlich fahren diese Kampfgesellen wenig später nach einem Kräftemessen bei König Isung mit einem blamablen Mann-Gegen-Mann Ergebnis nach Hause: von zwölf Kämpfen konnten sie nur drei Siege für sich entscheiden, die übrigens weder von Hagen noch von Gunter mit errungen wurden – Didriks Kampf gegen Sigfrid wegen arglistiger Täuschung durch Eidbruch nicht mit gerechnet! 
 

2  Mime

Mime war nicht irgendein Schmied, der es nötig hatte, gewöhnliche Arbeiten für die Dorfbevölkerung oder seinen Lehnsherrn zu verrichten. Vielmehr ersuchten Könige aus fernen Ländern ihn um Sonderanfertigungen allerfeinster Blechkleider – den Genius des Hartmetalls, Meister aller Haute Couturiers der männlichen Spätantike und Völkerwanderungszeit! Dabei hatte es Mime nicht einmal nötig, selbst Hand an seine superben Kreationen zu legen – so war Mimung, das seinerzeit mit Abstand beste Schwert, von seinem ehemaligen Gesellen Weland geschmiedet worden! 

Der kinderlose Mime schirmt seinen Adoptivsohn offenbar gut ab, auch lässt er ihn zunächst nicht unter seinen Schmieden mitarbeiten. Nichtsdestoweniger scheint der jugendliche Sigfrid Mimes hinterfragwürdige Zuneigung wohl mit frustriertem Herumlungern danken, steckt dabei gelegentlich seine Nase in die Schmiedewerkstatt seines Pflegevaters, um dort seine Gesellen mächtig zu enervieren und zu verprügeln. Erst als der stark Pubertierende kaum mehr zu bändigen ist, will ihm Mime das Arbeiten in seiner Schmiede lehren!

Nach frühen urkundlichen Bezeugungen ist der nur wenige Kilometer von Siewershausen entfernte Ort Minsleben nicht nur eine der ältesten Siedlungen dieser Region, sondern auch eng mit frühzeitlicher Schmiedetätigkeit verbunden. Buchautor Ritter-Schaumburg war Zeuge von Ausgrabungen und Analysen von früh datierbaren Eisenschlackeresten zu Minsleben. Zur Namensgebung des Ortes sind sowohl die später hinzugefügte thüringische Endung -leva, -leven anzumerken als auch der urschriftliche Name von Mime, Mymmer oder Mynner
 

3  Regen, das Ungeheuer

Nur etwa elf Kilometer südöstlich von Minsleben erhebt sich der Regenstein als kleines Waldgebirge am nördlichen Fuß vom Harz, dessen Sandsteinfelsen sich steil in die Höhe erheben. 
 

Das bewaldete Feuerland umschließt den Regenstein.
Bildquelle Foto: Verfasser.

Besonders beeindruckend sind die an seinem Fuß befindlichen Höhlen im sogenannten Feuerland, bei denen man auch alte Kultstätten (Thing-Ritual) vermutet.
 
Bildquelle beider 
Fotos: Verfasser.

Nur wenige Kilometer von diesem Nordharzer Sandsteingebirge entfernt befindet sich das überwiegend von Teichgewässern geprägte sumpfige Goldbachtal. Parzellen in diesem Gebiet werden in alten Flurkarten als Drachenkopf und Drachenloch bezeichnet. Noch heute werden diese Bezeichnungen von Forstaufsehern für das nunmehr in privater Hand befindliche Areal verwendet. 
 
Ansichten vom ca.1/2 km langen Drachenloch.
Bildquelle beider Fotos: Verfasser.
  Der Verfasser dankt den Grundeigentümern für 
  Aufnahmeerlaubnis und Bildfreigabe.

War Regen ein später solitärer Protozoon oder eher der Graf von Regenstein?

Für die erstgenannte Möglichkeit war und ist für das in Frage kommende Gebiet ein idealer Lebensraum vorhanden. Zwar sprechen die nordischen Überlieferungen von einem Regen als Bruder von Mime, doch könnte es sich hierbei ebenso gut nur um eine geistige Bruderschaft handeln: Mime besaß sicher, wie Sigfrid zu spüren bekam, jene Verschlagenheit und Hinterlist eines Reptils.

Nun hätte aber auch jener weiter unten zitierte residenzlose Emporkömmling Hartebold, der als erster und wohl (noch) nicht vermögender 'Graf von Regenstein' das Areal um den großen Bergfels seit kurzer Zeit in seinem Besitz hatte, sich zum einfachen wie besonderen Schutz desselben dem wahrlich Furcht einflößenden Umfeld rings um seine Burg bedienen und – zu seiner wichtigsten Vervollständigung – für alle ungebetenen Gäste "einen Drachen bauen" können. Für eine solche sicher auch zum Ausrauben geeignete Maskerade sprechen vielmehr einige indirekte Anspielungen (vgl. wörtliche Zitate Sv 158), denn in den Urschriften ist auch vom Goldschatz die Rede (Sv 304), den der kecke Sigfrid dem "Drachen" abgenommen haben soll. Die Völsungasaga hat den Sachverhalt über den geheimnisvollen "Drachen" übrigens klar erkannt und zitiert mit ihrem Kapitel 18 diese vom ihm stammende Aussage: 
'Hattest du nicht gehört, wie alles Volk sich fürchtete vor mir und meinem Schreckenshelm?'

Mit seiner Fabel vom Drachentöter, durch Blutsud-Anwendung auch zum unverwundbaren Supermann glaubhaft gemacht, hätte Sigfrid wohl in höchst beeindruckender Weise seinem Erklärungsnotstand über seine auffällig dicke Hornhaut, verschiedentlich als Ichthyosis Krankheit zitiert, ein Ende bereiten können! 

Ein als Drache verkleideter Räuber, wie manche Autoren vermuten, hätte wohl kaum seinen Schlupfwinkel am Fuß oder irgendwo in der Nähe einer feudalherrschaftlichen Burg gesucht; und der mit seiner HighTec-Schmiede ein enormes Vermögen anhäufende misstrauische Mime hätte seine Schätze wohl kaum weder einem räuberischen Verwandten noch einem Fremden anvertraut, um sie neugierigen Blicken und allen Versuchungsgedanken seines fragwürdigen Personals weit genug zu entziehen. Wohl aber allenfalls seinem Bruder, den man, wie auch Mime, zur damaligen "VIP Class" der dortigen Region zählen durfte: Regen – Graf von Regenstein.

Tatsächlich geht hierzu die Völsungasaga näher auf die Motive von Mime (hier heißt er jedoch Regin) und dessen Bruder ('Fafnir') ein. So erklärt sich dieser gegenüber Sigfrid, der ihn zuvor tödlich verwundet hat: 
'Den Schreckenshelm trug ich zum Schutz gegen alles Volk, seit dem ich auf dem Erbe meines Bruders lag... dass niemand noch mir zu nahen wagte; kein Schwert schreckte mich, und nie fand ich so viele Männer mir gegenüber, dass ich mich nicht weit stärker dünkte, alle aber hatten Angst vor mir... ' 
 

Der Regenstein mit seiner Burgruine am Nordharz, Merian 1654.

        Die erste urkundliche Erwähnung von "Regenstein" begründet diese Erzählung:
  

Im Jahre 479 zog Malvericus (Melverich), der König der Thüringer, mit seinem Heer über den Harz, um die Sachsen zu verdrängen. Beim Ort Vedekenstidde (Veckenstedt/Veckenstädt) wurden die Thüringer jedoch von den Sachsen geschlagen und mussten sich zurückziehen. Nach diesem Streit hielten die Sachsen einen Rat. Sie gaben einem im Kampfe ausgezeichneten Edelmann namens Hartebold aus dem Dorfe Veckenstädt ein Stück des noch wüsten Landes vor dem Harz, damit er sich dort eine Heimatstadt bauen sollte. 
Er suchte sich also eine passende Stelle, kam an einen großen, steinernen Berg und rief aus: "Dieser Stein ist gereghent (richtig), darauf soll meine Wohnung sein!" 
Er baute eine Burg und nannte sich fortan "Graf von Regenstein".

Quelle: Sagen um den Regenstein, zusammengestellt und bearbeitet von Hans Bauernfeind, Helga Sorge, Dr. Hermann Wehr. Herausgeber: Schloßmuseum Blankenburg.
 

Im betreffenden Zeitraum bestand also die Namensformung zu 'Regen'. Somit hätte übrigens auch ein an diesem Kleingebirge lebendes Reptil – ein geeignetes Biotop wurde nachgewiesen und blieb bis in die Gegenwart erhalten – leicht nach dem Kurznamen des Gebietseigentümers benannt werden können!

Interessant ist übrigens auch die Definitionsparallelität zu jenem rheinischen Siebengebirge: auch seine Namensgebung beruht auf sieben = regnen/Regen, nordisch: Fafnir ('Fafner'). 
 

4  Drachensud

Die Svava relativiert selbst jene schier unglaubliche Unverwundbarkeit von Sigfrids Haut durch Schilderung seiner Verwundungen im Turnierkampf gegen König Dietrich, die ihn – trotz angelegter Rüstung – zur Aufgabe zwingen! 

Wie von Historikern überliefert wurde, soll das fränkische Herrschergeschlecht der Merowinger mit der sogenannten "Ichthyosis Hystrix" erblich vorbelastet gewesen sein. Die Erscheinungsformen dieser Hauterkrankung reichen bis zu einer Hautschwatenbildung wie bei Hausschweinen.

Unter dem Eintrag 'Drache' findet man im Großen Duden Lexikon, Ausgabe 1969, folgendes:
...der Sieg über den Drachen bedeutet Sieg über Chaos, Finsternis, oder über eine alte Ordnung...

Der Drache verkörpert also Schlechtes – ohne notwendigerweise leibhaftig auftreten zu müssen! 
 

Der 'Drachenwurm' auf dem Drachenfels am Rhein.
Diese Skulptur ist übrigens eine detaillierte Nachkonstruktion anhand realer Skelettfragmente, die im Senkenberg Museum Frankfurt und im Berliner Zoo aufbewahrt werden! 
Bildquelle: Verfasser.

5  Brünhilds Burg

Weil sich Sigfrid in schwerer Montur (Rüstung) aber ohne Pferd direkt von Mimes Schmiede zu Brünhilds Burg Seegard begibt, muss sich diese in noch zu Fuß erreichbarer Umgebung befinden. Die Wahl beschränkt sich also auf Heimburg oder Ilsenstein, letztere auf einem Berg nahe am Brocken mit herrlicher Aussichtslage – das Nibelungenlied nennt übrigens Burg Isenstein als Brünhilds Sitz. 

In jenen nordischen Überlieferungen wird diese 'am Nordgebirge’ beschrieben, sowie nahe bei einem Brünhild gehörenden Gestüt ’in einem Wald ganz nah dabei’, dessen Pferde wegen ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften viel gerühmt wurden.

Königin Brünhild war zu jener Zeit Vollwaise. Ihr Oheim oder vielmehr Schwager war nach der Völsungasaga Heimir der Pferdezüchter ('Studder'; vgl. Heim in Sv 14). Die quelltextliche Lage seiner Heimburg, die später unter anderem mit Heinrich IV. und Heinrich dem Löwen geschichtlich verbunden werden sollte, kann durch einen einige Kilometer nördlich von ihr gelegenen großen unterirdischen See bestätigt werden, wie dem Verfasser dieses Beitrags von den Besitzern der sog. Drachenloch Parzelle über dort angestellte geophysikalische Untersuchungen mitgeteilt worden war. 

Gleichwohl dürfte – im Gegensatz zu Ritter-Schaumburgs Überzeugung – die wegen ihrer bemerkenswerten Stärke bekannte Königin wohl kaum Grund gehabt haben, I(l)senstein nach dem Tod ihrer Eltern aufzugeben und sich in die Hände ihres auf der tiefer gelegenen Heimburg sitzenden übellaunigen Verwandten zu begeben (Sv 14; vgl. a. Walter Böckmann). Zweifelsohne zählt diese fürstliche Burg zu den Besitztümern der Königin, doch die weitaus repräsentativere Lage, nicht zuletzt über einen ca. 1,8 km langen Burgaufgang, besitzt jener "Isenstein" mit seinen noch erhaltenen Burgfelsen!
 
 
Der Konus der Heimburg (Bildmitte) in strategisch wichtiger Lage.
Das Harzgebirge hinter der Heimburg.

   Bildquelle Fotos: Verfasser.
Pferdekapitell Krypta Drübeck.
Die Heimburg von Merian, 1654. Grundriss

Die traditionsreiche aber dennoch 'eigenartige Pferdezucht ... in Hainen und oder lichten Wäldern', so Tacitus in seiner Germania (Kap. 27) belegt auch das Pferdekapitell der Krypta in der Klosterkirche Drübeck, die in jenem nur etwa 3,5 km vom Ilsenstein gelegenen Nachbarort gegründet worden war. Von diesem ist die Heimburg übrigens viermal weiter entfernt. 
 

6  Didrik: Dietrich von Bern

Nach Ritter-Schaumburg wird Didrik um 470 geboren und im Alter von ca. 20 Jahren als König von 'Bern' (Bonn am Rhein) ausgerufen. Als Mitzwanziger geht er mit seinen treuen Kampfgefährten zu König Attala ins Exil. Dennoch verlässt er den Soester Hof für die Eroberung von Rom. (Als Roma secunda war bereits vor dieser Zeit Trier an der Mosel überliefert worden.) Dieser strategisch wichtiger Ort gehörte seinem Widersacher und Blutsverwandten 'Ermenrik' und dessen Berater 'Sevekin'. Bei der Gränsport-Schlacht an der Moselmündung verzichtet Didrik wegen erlittener hoher persönlicher Verluste – hier sterben ein Blutsverwandter und zwei Söhne von Attala als seine guten Freunde – freiwillig auf den Thron und kehrt nach Westfalen zurück. Er verlässt später endgültig die Burgstadt Soest, zieht zunächst nach Bonn und trifft mit seinem hier neu formierten Heer dann bei Graach an der Mosel auf die Truppen von 'Sevekin', die er leicht schlagen kann. Die nordischen Chronisten berichten, dass er ins sogenannte 'Rom' einzog, sein zweiter Krönungs- und Residenzort. Didrik stirbt um das Jahr 535. 

Ritter-Schaumburg geht im Einklang mit der bereits seit Raszmann bekannten Deutung davon aus, dass der König Dietrich beigefügte Ortsname auf die lateinische Ableitung Verona- Berona-Bern beruht (Dietrich von Bern - König zu Bonn, 1982). Wie allerdings mehrfache archäologische Ausgrabungen an einem anderen linksrheinisch bzw. in der Voreifel gelegenen Ort von hoher kultureller wie auch terminologisch-linguistischer Bedeutung für Dietrichs Herkunft gezeigt haben, müssen zu Bern = Bonn als mutmaßliche Residenz von Dietrich begründbare Zweifel angemeldet werden. 
 

7  Hagen

Hagens Vater, ein Kelte wie auch der Vater der Königin, kann den Garten der sicher bestens bewachten Königsburg für ein Schäferstündchen unbehelligt aufsuchen! Er dürfte also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Hof bekannt sein und dort ein und aus gehen – ein nahestehender und hochrangiger Verwandter der Königin? Wäre dies (der sicher nahe liegende) Fall, dann würde Hagen, der wohl den (vor)väterlichen Herkunftsort als Namenszusatz führt, mit allen seinen laut den Urschriften abnormal beschriebenen Merkmalen aus einer Inzestverbindung hervorgegangen sein. 

Das selbstsichere und vor allem verheißungsvolle Auftreten von Hagens Vater gebührt sicher dem eines Druiden (Sv 161).
 

8  König Isungs Land

...Sie ritten durch große Wälder und Heiden...

Die urtextliche Beschreibung des Landes von König Isung trifft mit bemerkenswerter Genauigkeit auf die Lüneburger Heide zu:  Das königliche Schloss vermutet Ritter-Schaumburg auf dem Kalkberg in Lüneburg. 

Der Kalkberg zu Lüneburg von Merian.

Übrigens sagt Sigfrid zu seinem König (Sv 185) – ohne dass eine entsprechende Vergleichsmöglichkeit eröffnet worden war – dass auf dem Schild eines Ankömmlings „auch ein Löwe von Gold mit Krone steht.“ König Isung führt also ein identisches Wappen, wie es bis in die Gegenwart von solchen Dynastien verwendet wird, die jenes Gebiet zwischen Braunschweig und Lüneburg beherrschten! 
 

9  Sigfrid und Grimhild 

Über irgendeine gegenseitige Zuneigung für eine Liebesheirat wird nicht berichtet! Grimhild wird urtextlich oft Crimilla genannt, sonst bekanntlich: Krimhild, Kriemhild, Krimhilde, Kriemhilde... 
 

10  Schlangenturm

Die Existenz eines Soester Turmes mit diesem Namen ist historisch belegbar.
 

11  Sigfrids Nibelungenschatz

Setzte man tatsächlich seine Existenz voraus, dann müssten zu ihrer Entdeckung mindestens die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein: 
  

1. Die Entfernung des Schatzhortes vom Ausgangspunkt, der Soester Burg, müssen zu Pferd ein etwa zwölfjähriger Junge und ein alternder oder leicht altersschwacher König ohne weitere Begleitung und ohne große Mühe bewältigen können! 

2. Lage und Zugang der Kammer dürfen im Gelände wegen ihrer guten Tarnung nicht so leicht zu erkennen sein! 

3. Die Kammer muss die verschütteten Überreste eines entsprechend lange Verstorbenen enthalten! 

4. Die Lage des Verstorbenen darf nicht auf eine Bestattung schließen lassen! 

5. Der Verstorbene darf kein jüngerer Mann mehr gewesen sein und muss auf jenen Zeitbereich datiert werden können! 

6. Die beim Verstorbenen noch zu findenden persönlichen Gegenstände, eventuell auch Schmuck, müssen im Einklang mit einem auf der Jagd befindlichen Herrscher aus dem 6. Jahrhunderts gebracht werden können! 

7. Die Kammer müsste entleert vorgefunden werden, falls sie in etwa eineinhalbtausend Jahren schon ein- oder mehrfach aufgefunden und betreten worden ist!


Eine solche Höhle wurde bereits im Jahr 1926 zu Kallenhardt bei Warstein wissenschaftlich erschlossen: 

In der schlauchförmigen Kammer dieses sogenannten Hohlen Steins lag ein unbestatteter Toter in einer ungestörten Schicht; aber so, dass eine Bestattung an dieser Stelle ausgeschlossen war. Sein Alter wurde auf etwa 50 Jahre datiert. Die bei seinem Skelett gefundenen Schmuckstücke (Runenfibel, Armreif, Fingerring, Knöpfe) ließen nach den seinerzeit von Prof. Stieren und Dr. Julius Andree geleiteten Ausgrabungen sowohl auf die vornehme Herkunft des Toten als auch auf die geforderte Epoche schließen. Bei einer erneuten Grabung im Jahr 1933 kamen am Westeingang der Höhle noch die Reste einer Falschmünzerwerkstatt aus dem 30-jährigen Krieg zum Vorschein. Der Fingerring des Toten zählt übrigens zum Bestand des Landesmuseums Münster, die restlichen Stücke zu den Museen in Lippstadt und Olpe. Ritter-Schaumburg vermerkt in seinen Ausführungen unter Berufung auf ein Gespräch mit Dr. Andree, Prof. Stieren „habe (zur Kallenhardter Entdeckung) mit Vielem zurückgehalten“. 

Wohl deswegen sah einer der bei der Ausgrabung Anwesenden – der heimische Ortshistoriker und spätere Schuldirektor Eberhard Henneböle – genügend Veranlassung, noch gesondert über diesen Fund zu berichten ('Die Vor- und Frühgeschichte des Warsteiner Raumes' in: 'Beiträge zur Warsteiner Geschichte', Heft 2, 1963). Für ihn steht zweifelsfrei fest, dass hier der über die Niflungen siegreiche Soester König Attala seinen Tod gefunden hat.
 
 

 Gemauerte Wand           x  Fundstelle des Toten
A
Verfasserkopie vom Höhlengrundriss/Lageplan. Nach Angaben des Orthistorikers Eberhard Henneböhle.  Bildquelle Fotos: Verfasser. 
B C

12  Grabmale

Wenn man der fernen Nachwelt mit seinerzeit zur Verfügung gestandenen Mitteln eine beständige Botschaft über die in Soest zugetragenen Geschehnisse hätte zukommen lassen wollen, so bestünde hierzu leider die Wahl der äußerst begrenzten Möglichkeiten. 

Damals wie auch in anderen Epochen war es jedoch – glücklicherweise – üblich, hervorstechende Persönlichkeitsmerkmale durch entsprechende Grabbeigaben auszudrücken. 

Wie hätte man in diesem Sinne für die Soester Königsfamilie verfahren können? 

Minimalvoraussetzungen: 
  

1. Männliches Königsgrab nicht vorhanden, denn Attala starb nach der Niflungensaga in Sigfrids Schatzkammer. 

2. Wegen vorgenannter Bedingung mindestens zwei reich geschmückte Frauengräber in unmittelbarer Nachbarschaft, denn nach dem Tod von Grimhild, soll Attala die Mutter von Hagens Sohn Aldrian geheiratet haben.

3. Neben einem königlichen Frauengrab ein Knabengrab, denn Grimhilds und Attalas Sohn Aldrian starb durch Hagens Hand. 

4. Ein Frauengrab sollte ein Schmuckstück mit Schlüsseldarstellung – oder diesen als reinen Gegenstand – enthalten, denn dieser begründete den Tod des Königs. 

5. Ein Frauengrab sollte einen Schmuckgegenstand enthalten, der die Verbindung mit Hagen zur Zeugung seines Sohnes Aldrian symbolisiert, denn dieser verübt tödliche Rache am König. 

Erweiterte Voraussetzung:

Nach der Zeitstellung der Didrik-Chronik müsste bei diesen so vorgefundenen Gräbern auf einen Bestattungszeitpunkt zwischen 525 und 530 geschlossen werden können!


Im Frühjahr 1930, gut 1 km südlich vom alten Soester Stadtkern, wurden bei Ausschachtarbeiten Kammergräber gefunden, die ebenfalls unter der Leitung von Prof. August Stieren ausgehoben und untersucht wurden. Diese erstaunlicherweise zu Frankengrabstätten gerechnete Entdeckung erfüllt genau die vorgenannten Bedingungen: Zwischen zwei sehr vornehmen Frauengräbern, davon das königliche wegen Münzbeigabe um 528 datierbar, befand sich ein kleines Männergrab, das wegen seiner Beigaben ebenfalls einen hohen Rang des jung Verstorbenen auswies. 

Bei der jüngsten Goldmünze aus diesen Gräberfunden handelte es sich um eine Prägung aus der Zeit des oströmischen Kaisers Justinian I., der von 527 bis 565 herrschte. Insoweit ist auch die erweiterte Voraussetzung erfüllt.
 
Oben: Das Medaillon bzw. "Zierscheibe" aus dem vornehmen Frauengrab, im Lageplan spezifiziert als Nr. 105, mit Konturenkopie vom Verfasser. (Durchmesser ca.  10 cm.) Hagens Schild zierte ein ungekrönter Adler. Diesem Grab war –  für jene Epoche untypisch – ein Schlüssel beigegeben worden. Sowohl Ritter-Schaumburg als auch Walter Böckmann interpretieren Prof. Stierens Stellungnahmen so, dass dieser mit seiner Gesamterkenntnis über diese Entdeckung noch zurückgehalten haben muss. Unten: Goldene Runenfibel vom Königingrab (Nr. 106) und ihre vom Verfasser konturenkopierte Rückseite. (Durchmesser ca.  5 cm.) Runenschriftkundige lesen auf dieser eine bestimmte Eingravierung entweder  A-T-A-N-O  oder  A-T-A-L-O. Zwischen dem Zeitpunkt jener Soester Ereignisse und ihrer ersten schriftlichen Aufzeichnung können allerdings Jahrhunderte vergangen sein! Beide Fotos: Verfasser; Objektbestand: Burghofmuseum Soest.

Fazit

Im Vergleich zur mittelhochdeutschen Nibelungendichtung lesen sich die nordischen Kodizes über Dietrich von Bern etwa so nüchtern wie ein Polizeibericht, und auch mit diesem Vergleich geht die kritische neue Sagenforschung davon aus, dass aus einer trockenen Schilderung gewiss eher eine weiter ausgeschmückte und mehr phantasievollere Fassung entstehen kann als umgekehrt. 

Auseinandersetzungen um Interpretationen der Nibelungensage haben ihre Forscher durchaus mit harten Bandagen geführt: Aloys Schröfl veröffentlichte im ’Selbstverlag’ bis ihm letztlich seine Kritiker Respekt zollten.

Zum Niedermachen der Forschungsergebnisse von Ritter-Schaumburg war von der Uni Siegen eine recht deftige Schmähschrift in Umlauf gebracht worden, deren Verfasser nicht nur Studenten waren ("Dieser Ritter bürgt für Schaum")! 

Der überwiegend positiven Aufnahme jener von Ritter-Schaumburg ausgebreiteten realhistorischen Zusammenhänge taten solche Einzelunternehmen, darunter auch eine TV-Diskussion, allerdings kaum Abbruch (vgl. Pressestimmen).
 

Anhang

Quelltext aus der Svava
Dynastien : Sigfrid & Nibelungen
Bezugsquelle für nicht mehr verlegte Literatur