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Schein oder Sein Ein esoterisch angehauchter Schöngeist mag schwärmen: ´da ist Zuversicht, Hoffnung, Leben, Wille, Substanz, Energie, Bewegung, Kraft, Ursache und Wirkung´. Ein realer Materialist überkommt das Grausen oder er frägt: ´was, womit, wie, wann, warum und wozu´. Ein Naturwissenschaftler stellt nüchtern fest: ´da ist Materie, Energie, Bewegung, Kraft und keine Wirkung ohne Ursache´. Wissenschaftlich korrektes Vorgehen ist, wenn wiederum alle obigen Aussagen darauf geprüft werden, was sichere Erfahrung bzw. Erkenntnis von realer Existenz ist und was nur gedanklich abstrakte ´Platzhalter´ (begriffliche Festlegungen wohl definierten Inhalts oder gar nur ´Worthülsen´) sind, also zu unterscheiden zwischen realer und nur gedanklicher ´Wahrheit´. ´Ex oriente lux´, Wahrheiten beziehen sich aus östlicher Erleuchtung, wenngleich der Westen sich zumeist auf die alten Griechen ´beschränkt´. Als erstaunlich fortschrittlich gilt z.B. Demokrit, der alles auf Atomen begründet sah. Dagegen sieht Aristoteles ziemlich alt aus mit seinen vier Elementen Erde, Feuer, Wasser, Licht plus der fünften ´Quint-Essenz´ seines Äthers. Heraklit´s ´panta rhei´ wiederum klingt modern, wenn wir heutiges Fliessen, Werden und Vergehen sehen. Für viele recht unsympathisch ist Platon geworden, der uns in der Höhle sieht und rätseln und streiten lässt nur über die Schattenbilder uns nicht sichtbarer Realität. Noch schlimmer empfinden viele die Zumutung wirklich östlicher Weltsicht, dass alle von uns erkannte Realität nichts als Illusion sei. Erst die neue Naturwissenschaft machte diesem Rätselraten über die wahre Beschaffenheit aller vielfältigen Erscheinungen ein Ende, beispielsweise zum Aufbau der Materie.
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